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Studium im Ruhrpott

Bildnachweis: © Syda Productions – shutterstock.com

Die Ruhrmetropole ist ohne Zweifel ein guter Platz zum Studieren. Wer hier ein Studium beginnen möchte, dem bietet sich eine fast grenzenlose Auswahl an Studienmöglichkeiten. Das betrifft nicht nur die einzelnen Studienfächer, sondern vor allem auch die Anzahl und Vielfalt der Hochschulen in der Metropole Ruhr. Mit 22 Hochschulen bildet das Ruhrgebiet die dichteste Hochschullandschaft in ganz Europa. Dazu zählen allein fünf Universitäten in den Städten Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen, Witten sowie Hagen als Standort der einzigen staatlichen Fernuniversität Deutschlands. Zudem hat mit der Folkwang Universität der Künste eine international renommierte Kunsthochschule ihren Sitz an der Ruhr. Darüber hinaus gehört das Ruhrgebiet zu den jüngsten Hochschulregionen im Land. So wurde die erste Universität der Region, die Ruhr-Universität in Bochum, erst im Jahr 1962 gegründet.

UNTERSCHIEDLICHE HOCHSCHULTYPEN
In Deutschland gibt es staatliche und staatlich anerkannte Hoch[1]schulen, die meist in Universitäten, Fachhochschulen sowie Kunst[1]und Musikhochschulen unterteilt werden. Der überwiegende Teil der Hochschulen wird vom Staat finanziert und befindet sich daher in staatlicher Trägerschaft. Es gibt aber auch Hochschulen, die von der protestantischen oder katholischen Kirche betrieben werden, und private Hochschulen, die staatlich anerkannt sind. Die meisten privaten Hochschulen sind Fachhochschulen.

22 UNIVERSITÄTEN, 400 STUDIENGÄNGE
Universitäten sind in der Regel stark forschungsorientiert und zeichnen sich durch ein breites Fächerspektrum aus. Einige Universitäten haben sich auf bestimmte Fachgebiete wie Technik, Kunst oder Medizin spezialisiert. Studierende der Region können aus einem Angebot von rund 400 Studiengängen wählen. Gefragt sind unter anderem Fachrichtungen wie Mathematik und Naturwissenschaften. Darüber hinaus wird an den Universitäten der Region in Fächern wie Medizin und Gesundheitswissenschaften, Sprach- und Kulturwissenschaften, Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Ingenieurwissenschaften oder Kunstwissenschaften gelehrt. Ebenfalls zu den Universitäten zählen zahlreiche kirchliche und philosophisch-theologische Hochschulen.

FACHHOCHSCHULEN: STUDIEREN FÜR DIE PRAXIS
Die Universitäten sind jedoch nicht die einzigen Orte in der Metropole Ruhr, an denen man eine akademische Qualifikation erlangen kann. Fachhochschulen und Hochschulen für angewandte Wissenschaften zeichnen sich durch eine starke Praxis und Anwendungsorientierung aus. Das Fächerspektrum ist in der Regel nicht so umfangreich wie an den Universitäten und konzentriert sich meist auf technisch-ingenieurwissenschaftliche, wirtschaftswissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Bereiche. An 17 verschiedenen Fachhochschulen haben Studierende die Möglichkeit, ein Studium in verschiedensten Fachrichtungen wie Ökonomie, Logistik, Verwaltung oder Management aufzunehmen. Auch der im Ruhrgebiet wirtschaftlich starken Branche der Gesundheitswirtschaft trägt das Hochschulangebot Rechnung: Zum Wintersemester 2010/11 startete in Bochum die erste staatliche Hochschule für Gesundheit in Deutschland. In Deutschland gibt es zudem rund 30 Fachhochschulen für die öffentliche Verwaltung des Bundes und der Länder, die für die Laufbahn des gehobenen Dienstes ausbilden und nur von Beamten des Öffentlichen Dienstes besucht werden können.

PRIVATE HOCHSCHULEN
Als Alternative zu den staatlichen Hochschulen gibt es zudem die Möglichkeit, sich an einer privaten Hochschule einzuschreiben. Das Studium an Privathochschulen kostet zwar in der Regel mehr als das Studium an staatlichen Hochschulen. Doch bei den Masterstudiengängen verschwimmen die Grenzen, denn auch öffentlich-rechtliche Hochschulen lassen sich die postgradualen Studiengänge einiges kosten. Viele Privathochschulen greifen ihren Studenten auch mit Studienkrediten oder sogar Stipendien unter die Arme. Dafür sind die Lerngruppen kleiner, es gibt meistens keine Zulassungsbeschränkung durch einen NC und – was aktuell ein großer Faktor ist – die Onlineangebote sind deutlich besser ausgebaut als an den staatlichen Hochschulen.

Hier bekommt ihr mehr Infos:
hochschulkompass.de
privathochschulen.net
welcome.ruhr

Julia Schröder
Author: Julia Schröder

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