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Fit durch den Schulalltag

Bald ist es wieder soweit – das neue Schuljahr beginnt! Ob I-Dötzchen oder erfahrene Schüler: Alle haben ein straffes Lernpensum vor sich. Auf was Eltern achten sollten, damit Ihre Kinder fit und konzentriert durch den Schulalltag kommen, lesen Sie auf diesen Seiten. REVIERKIND wünscht allen einen schönen und erfolgreichen Schulbeginn!

Das gesunde Pausenbrot:
Energielieferant für Kopf und Körper

So ein Schultag ist ganz schön anstrengend. Damit Schulkinder ihn problemlos meistern können, brauchen sie vor allem eines: Energie. Und die bekommen sie am besten über ein vollwertiges Pausenbrot und die passenden Snacks. Denn mit der richtigen Zwischenverpflegung steigt die Konzentrationsfähigkeit des Nachwuchses. Auch dem  gefürchteten Leistungstief wirkt das passende Schulfrühstück entgegen.
Idealerweise frühstücken Kinder allerdings nicht erst in der Schule, sondern nehmen bereits zuhause eine erste Mahlzeit ein. Denn der Körper, der in der Nacht gefastet hat, kann so seine Energiereserven wieder auffüllen. Wenn der Nachwuchs vor der Schule keinen großen Hunger hat, reicht auch ein kleines Stück Obst oder etwas ungesüßtes Müsli. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, dass sich das Frühstück daheim und die Pausenverpflegung idealerweise ergänzen sollten. „Kinder, die zu Hause wenig oder gar nicht gefrühstückt haben, brauchen in der Schule eine energiereichere Pausenverpflegung als Mitschüler, die gut gestärkt in die Schule kommen“, rät Silke Restemeyer, Ernährungswissenschaftlerin der DGE.
Doch wie sieht die ideale Pausenverpflegung eigentlich aus? „Gut eignen sich beispielsweise Vollkornbrot oder -brötchen. Diese Produkte sorgen – anders als Gebäck oder Weißbrot – dafür, dass die Blutzuckerwerte konstant bleiben und  dass das Gehirn kontinuierlich und lange versorgt wird“, erklärt Silke Restemeyer. Das Vollkornbrot kann dann dünn mit Butter, Margarine oder Frischkäse bestrichen und mit fettarmem Käse oder fettarmer Wurst belegt werden. Eine Alternative sind vegetarische Aufstriche, die es mittlerweile in den meisten Supermärkten zu kaufen gibt. Für Abwechslung auf den Broten sorgen beispielsweise frische Kräuter, die je nach Saison variieren.
In eine gesunde Brotdose für den Schultag gehören auch frisches Gemüse und Obst. Forscher der Universität Dortmund haben herausgefunden, dass Kinder fast doppelt so viel Gemüse und Obst essen, wenn es ihnen in mundgerechten Stücken gereicht wird. Deshalb sollten Äpfel, Birnen, Kohlrabi oder Paprika besser kleingeschnitten werden. Einige Gemüsesorten wie Radieschen oder Cocktailtomaten sowie verschiedene Beeren haben schon die richtige Größe, um den Schülern als Pausenverpflegung zu gefallen.
Alternativ zum Pausenbrot kann Kindern auch ein Milchprodukt wie Joghurt oder Quark mit in die Schule gegeben werden. Es bieten sich ebenfalls Produkte aus Sojamilch an. Doch Achtung: Vielen ist Zucker zugesetzt und damit eignen sie sich nicht so gut für Kinder.
Ebenso sind Süßigkeiten wie Schokoriegel, süße Aufstriche, Gebäck oder Fruchtgummis keine empfehlenswerten Pausensnacks. Sie enthalten viel Energie in Form von Fett und/oder Zucker und wenige Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe. „Zudem lässt Süßes den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen, er fällt rasch wieder ab und sinkt unter das Normalniveau. Es kommt zu einem Leistungstief“, erklärt Silke Restemeyer. Als Alternative und um die Pausenmahlzeit aufzupeppen eignen sich Nüsse oder Trockenobst wie Apfelchips.
Nicht immer haben Eltern ausreichend Zeit, um die Pausenbrotbox für die Kleinen so zu gestalten, wie sie es gerne hätten. Vieles kann aber bereits schon am Abend vorher vorbereitet werden. Wenn Gemüse nach dem Schneiden in den Kühlschrank gestellt wird, ist es am nächsten Morgen noch frisch und kann problemlos mit in die Schule gegeben werden.
Auch wenn das Angebot an Fertigprodukten für die Schulpause riesig ist und durch eine mögliche Arbeitserleichterung verführerisch wirkt, sollten solche Produkte möglichst vermieden werden. Denn bei der Ernährung von Kindern gilt: je naturbelassener die Nahrungsmittel sind, umso besser sind sie für den Nachwuchs.
Damit die Pausenmahlzeit dem Kind auch schmeckt, ist es wichtig, dessen Wünsche miteinzubeziehen. Im Idealfall gestalten Kinder ihr Schulbrot mit. Welche Gemüsesorten essen sie gerne? Was wünschen sie sich als Brotbelag? Möchten sie lieber ein paar Nüsse oder Trockenfrüchte in die Brotbox bekommen? Oft müssen Familien viel ausprobieren, bis sie die richtige Pausenmahlzeit gefunden haben. Vielleicht hilft auch Abwechslung bei der Gestaltung: Mit Ausstechformen kann das sonst eher langweilige Pausenbrot in eine kindgerechte Form gebracht werden. Eine schöne Brotbox sorgt ebenfalls dafür, dass Kinder sich mehr auf das Pausenfrühstück freuen. Dann klappt es auch mit der Konzentration im Unterricht.

 

Fit durch richtiges Trinken
Wasser lässt die Gedanken sprudeln

Mindestens genauso wichtig wie der gesunde Pausensnack ist das richtige Trinkverhalten in der Schule. Denn durch zu wenig Flüssigkeitsaufnahme im Laufe eines Schultages können Müdigkeit, Konzentrationsmangel und Kopfschmerzen auftreten. „Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Schüler dem Unterricht aufmerksam folgen und konzentriert mitarbeiten können, ist regelmäßiges und ausreichendes Trinken“, erklärt Ernährungswissenschaftlerin Anja Krumbe und empfiehlt: „Mit einem halben Liter Wasser kommen Schüler fit durch einen Vormittag.“
Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) benötigen Grundschüler einen Liter, 10 – 13-Jährige 1,1 Liter Flüssigkeit und 13 – 15-Jährige sollten täglich etwa 1,3 Liter trinken. Krumbe empfiehlt, diese Trinkmenge in sechs Portionen über den Tag verteilt aufzunehmen. Mineralwasser oder Wasser sind dabei die besten Getränke gegen Durst – ob mit oder ohne Kohlensäure. Für etwas mehr Geschmack sorgen stark verdünnte Saftschorlen sowie Kräuter- und Früchtetees ohne Zucker.

Säfte und Erfrischungsgetränke wie zum Beispiel Eistee gelten aufgrund ihres hohen Kaloriengehalts als Süßigkeiten beziehungsweise Zwischenmahlzeit. Nach Empfehlungen der DGE und des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) sollten sie nur gelegentlich verzehrt werden, maximal jedoch ein Glas pro Tag.
Auch koffeinhaltige Getränke sind für Kinder nicht geeignet. Durch das geringe Körpergewicht wirkt Koffein bei Kindern bereits in kleinen Mengen. Schon wenige Milligramm können zu Herzrasen, Nervosität, Magen- und Darmbeschwerden, Schlafstörungen und Kopfschmerzen führen. Neben Kaffee und Cola-Getränken ist Koffein auch in schwarzem und grünem Tee enthalten.
Obwohl gesund und für alle Kinder empfehlenswert, sollte auch Milch nicht als Getränk gezählt werden. Wegen des hohen Gehalts an Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten empfehlen Ernährungsexperten Milch ebenfalls als Zwischenmahlzeit einzuplanen. Gleiches gilt auch für Milchmixgetränke. Diese sind nur bedingt empfehlenswert, da sie meist kalorienreich sind.
Ebenso wichtig wie das Trinken in der Schule ist auch die Versorgung mit Wasser auf dem Schulweg. Weder den Hin- noch den Rückweg sollten die Kinder durstig bestreiten – gerade im Sommer, wenn es schon am Morgen heiß werden kann. Deshalb sollten Eltern darauf achten, dass die Mineralwasserflasche zum festen Schulranzen-Inventar gehört. (Quelle: Trinken im Unterricht)

Initiative „Trinken im Unterricht“
Schulkinder trinken meist am Vormittag zu wenig – zum einen, weil den Kindern in den Pausen das Spielen oftmals wichtiger ist und zum anderen, weil an vielen Schulen das Trinken während des Unterrichts noch immer nicht erlaubt ist. Die 2004 gegründete Initiative „Trinken im Unterricht“ hat sich daher zum Ziel gemacht, Lehrern, Eltern und Schülern die Bedeutung einer guten Flüssigkeitsversorgung für den Schulalltag bewusst zu machen. Viele Schulen haben damit bereits sehr positive Erfahrungen gemacht. Sprechen Sie doch vielleicht auch das Thema „Trinken im Unterricht“ mal auf dem nächsten Elternabend an. Mehr zu der Initiative unter www.trinken-im-unterricht.de

Lisa-Marie Davies, Julia Schröder

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