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Mach’s gut, lieber Schnuller!

Ein zufriedenes Schmatzen, ein sanftes Nuckeln – für Eltern ein sicheres Zei­chen, dass ihr Kind tief und fest schläft. Als beliebte Einschlafhilfe dient dabei meist ein Schnuller. Der beruhigt und befriedigt das Saugbedürfnis des Babys. Doch was im Säuglingsalter noch vertretbar ist, wird als Kleinkind zum Problem. „Allerspätestens mit drei Jahren sollten Kinder sich vom Schnuller getrennt haben, an­sonsten kann es zu Problemen bei der Kieferentwicklung kommen“, weiß Kinder­zahnärztin Kira Schlick. Zahn- oder Kieferfehl­stellungen, Lispeln oder Schluckprobleme können die Folgen sein. Was also tun, damit der Abschied vom geliebten Sauger nicht allzu schwerfällt? In der Bochumer Zahnarztpraxis Leipertz gibt’s dafür einen Tag in der Woche, der ausschließlich Kleinkindern gewidmet ist und an dem der Schnullerbaum eine besondere Rolle spielt. Wer an diesem Morgen in die Praxis kommt, der ahnt gleich, dass heute kein normaler Praxisalltag herrscht. Die Räume sind bunt geschmückt, aus den Lautsprechern klin­gen Kinderlieder, das Wartezimmer hat sich in ein Spielzimmer verwan­delt und erwachsene Patienten haben hier heute keinen Zutritt. Behandelt wird ohnehin nicht, vielmehr sollen in der Kleinkindsprechstunde Kinder zwischen einem halben und drei Jahren spielerisch und in entspannter Atmosphäre auf künftige Zahnarztbesuche vorbereitet werden. „Es geht primär darum, den Eltern Tipps und Infos rund um die Zahnpflege zu geben“, erklärt die Zahnärztin.
Auf dem Spielteppich krabbelt die acht Monate alte Emma, Max schaut derweil in eines der Bilderbücher und vor dem Schnullerbaum steht mit prüfendem Blick Thiago, für den heute der große Tag ansteht: Er will sich von seinem Schnuller trennen. „Das ist kein leichter Schritt, deshalb sollten Eltern ihre Kinder behutsam darauf vorbereiten und ihnen den Schnuller keinesfalls einfach wegnehmen“, rät Kira Schlick. Der Schnull­erbaum hilft dabei. Thiago nimmt allen Mut zusammen – schließlich ist er jetzt schon groß – und hängt seinen Schnuller stolz an einen der Äste. „Der Baum passt gut auf ihn auf“, weiß der junge Mann. Zudem kann er den Baum ab und an besuchen und dass er zur Belohnung für seinen Mut ein kleines Geschenk erhält, lässt ihn zusätzlich strah­len. „Wir hoffen, dass sich der Baum mehr und mehr mit abgelegten Schnullern füllt, dann laden wir alle Kinder zu einem kleinen Fest ein“, verspricht Kira Schlick.
Weitere Infos: www.wohlfuehlpraxis-leipertz.de
Bildnachweis: Praxis Leipertz

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