„Waste me“ thematisiert Auswirkungen von übermäßigem Konsumverhalten
Shoppen, auspacken, wegwerfen – und wieder von vorn. Online-Shopping gehört für viele Jugendliche zum Alltag. Doch was passiert, wenn unser Wunsch nach immer neuen Dingen unser ganzes Leben bestimmt? Genau diese Frage stellt die Junge Triennale 2026 mit der eindrucksvollen Produktion „Waste Me“ der finnischen Choreografin Cecilia Moisio.
Eine Welt aus Konsum und Müll
Auf der Bühne des PACT Zollverein in Essen entsteht eine faszinierende und zugleich verstörende Welt: Fünf Performer leben auf einem riesigen Berg aus Kleidung, Möbeln und Alltagsgegenständen. Schrittweise scheinen sie selbst zu einem Teil dieses Müllbergs zu werden.
Mit einer Mischung aus Tanz, Schauspiel und Live-Musik erzählt „Waste Me“ fast ohne Worte eine Geschichte über Konsum, Identität und die Frage, was von uns übrigbleibt, wenn wir uns nur über unseren Besitz definieren.
Starke Bilder statt klassischer Dialoge
Das Besondere: Das Stück verzichtet weitgehend auf klassische Dialoge und setzt stattdessen auf starke Bilder, Bewegung und Musik.
So entsteht eine Atmosphäre, die irgendwo zwischen Science-Fiction und Realität liegt – und gerade deshalb zum Nachdenken anregt. Denn viele der gezeigten Situationen wirken erschreckend vertraut: der Reiz des nächsten Pakets, der Druck, immer das Neueste besitzen zu müssen, und die Schnelllebigkeit unserer Wegwerfgesellschaft.
Ein Stück für Jugendliche, Erwachsene und Familien
„Waste Me“ richtet sich ausdrücklich an Jugendliche ab 13 Jahren sowie an Erwachsene und Familien. Statt mit erhobenem Zeigefinger zu belehren, lädt die Inszenierung dazu ein, über den eigenen Konsum nachzudenken.
Muss wirklich jeder Trend mitgemacht werden? Warum kaufen wir Dinge, die wir eigentlich gar nicht brauchen? Und kann weniger manchmal sogar mehr sein?
„Waste Me“ bei der Jungen Triennale 2026
Die Vorstellungen finden vom 17. bis 20. September im PACT Zollverein in Essen innerhalb der Jungen Triennale statt.
Für alle, die Theater einmal ganz anders erleben möchten, ist „Waste Me“ ein außergewöhnliches Erlebnis – bildgewaltig, aktuell und garantiert ein Gesprächsstoff weit über den Theaterbesuch hinaus.


